8. Jugendhilfe-Fachtagung im SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd

Bei der Förderung junger Menschen mit Sozialisations- oder Entwicklungsdefiziten ist eine berufliche Bildungsmaßnahme oftmals eine ideale Ergänzung zu den Maßnahmen der Jugendhilfe. Die aktive Teilnahme am Arbeitsmarkt ist für junge Menschen der nächste logische Schritt und fungiert gleichzeitig als wichtiger Inklusions- und Integrationsbaustein.

Um jedoch aus Einzelschicksalen auch am Arbeitsmarkt Erfolgsgeschichten zu machen, ist insbesondere der nahtlose Übergang zwischen den Maßnahmen der unterschiedlichen Kostenträger entscheidend. Neben individuellen Förderbedarfen rückten daher in den vergangenen Jahren immer mehr Fragestellungen zu Rechtsgrundlagen in den Fokus. In vielen Fällen leiden Betroffene bis heute unter den Auswirkungen politischer Fehlentwicklungen und unter Finanzierungs-Konflikten.

Ab 1. Januar 2020 tritt zudem das neue Bundesteilhabegesetz in Kraft. Dies betrifft alle in diesem Rahmen agierenden Kostenträger und nicht zuletzt die Betroffenen selbst. Wird dies in der ohnehin schon komplexen Problemlage neue Fragen aufwerfen, oder vereinfacht es am Ende sogar die Wege?

Müssen möglicherweise bei den kommunalen und überregionalen Trägern neue Strukturen geschaffen werden, um jungen Menschen den Weg zur Teilhabe an der Gemeinschaft und am Arbeitsleben zu ebnen? Kann eventuell der Fachkräftemangel als Hebel dienen, genau diesen Menschen berufliche Perspektiven zu ermöglichen? Wie können Prozesse optimiert werden, um das gemeinsame Ziel von Ämtern und Agenturen besser zu erreichen: den Leistungsempfänger von heute zum Beitragszahler von morgen zu machen.

Unsere 8. Jugendhilfefachtagung zeigt Wege innerhalb der scheinbar unübersichtlichen Strukturen auf, wie die anstehenden Aufgaben optimal erfüllt werden können. Unsere hochkarätigen Referenten beleuchten das Spannungsfeld aus dem Blickwinkel ihres jeweiligen fachlichen Backgrounds und vermitteln den Teilnehmern unserer Fachtagung umfangreiche Kenntnisse aus den unterschiedlichen Systemen.

Ganz nah an der Praxis

Anhand konkreter „Best Practice“ Beispiele werden bestehende Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt, anhand eines „Bad Practice-Beispiels“ typische Problemstellungen dargestellt. Pädagogen, Berater und Kostenträger lernen bestehende Angebote kennen und erhalten in unserem Forenangebot tiefe Einblicke in unterschiedliche Aspekte des Themenfelds.

Jugendhilfe-Fachtagungen im SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd

Seit nunmehr zwölf Jahren bieten unsere Jugendhilfe-Fachtagungen insbesondere Vertretern aus Politik, Behörden, Schulen sowie Fachkräften eine Plattform zum gegenseitigen Austausch und zur ganzheitlichen Betrachtung eines aktuellen Themas im Bereich der Jugendhilfe.

Anerkennung als Fortbildung für Lehrer

Die Fachtagung ist beim Regierungspräsidium Karlsruhe als Lehrerfortbildung beantragt. Beachten Sie hierzu die offizielle Ausschreibung der amtlichen Fortbildungen durch das Regierungspräsidium.

Programm

Donnerstag, 24. Oktober 2019

9:00 Check-in
9:30 Begrüßung | Sascha Lohwaßer, Mitglied der Geschäftsführung, SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd
Begrüßung | Frank Volk, Bürgermeister, Stadt Neckargemünd
09:45 Einführung ins Thema | Karl-Heinz Fenselau
Leiter Jugendhilfe, SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd
10:00 Darstellung des betroffenen Personenkreises
Prof. Dr. Stefan Kutzner, Professor für Soziologie, Universität Siegen
11:00 „Rechtliche Grundlagen des SGB VIII und das Zusammenwirken mit anderen Gesetzesgrundlagen“
Prof. Dr. Dr. hc. Reinhard Wiesner, Leiter des Referats für Rechtsfragen, Kinder- und Jugendhilfe im BMFSFJ a. D.
12:00 Mittagspause
13:00 Forenbeiträge (siehe Tabelle unten)
18:00 Abendprogramm | Genussvoller Abendausklang im Restaurant „Christians“ in Neckargemünd
Uhrzeit Forum 1 Forum 2 Forum 3
13:00-14:00 Zugangsmöglichkeiten für schwer
vermittelbare Jugendliche
aus Sicht
der Agentur für Arbeit
Gisela Malotke, Teamleiterin,
Agentur für Arbeit Heidelberg
Darstellung des Projekts „esf-jugendperspektive.rnk“
Swetlana Wasemüller/Boris Erlewein, Arbeitsintegration,
SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd
Eingliederungshilfe ins Berufsleben – Ein Praxisbeispiel
Andre Trinks, Geschäftsführer, Ikarus Rhein-Neckar
14:15-15:15 Herangehensweisen und Hilfen
für junge Familien und
Leistungsberechtigte aus Sicht
der Jugendämter

Jürgen May, Leiter Stadtjugendamt,
Jugendamt Ludwigshafen
Einzelfalldarstellung aus dem SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd
Bettina Heskamp, Bereich Jugendhilfe,
SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd
Darstellung aus Sicht der Betroffenen §35a SGB VIII und §53 SGB XII
Gila Schindler, Rechtsanwältin
15:30-16:30 Zugänge zur Eingliederungshilfe – Änderung des BTHG am 1.1.2020
n. n., Fachreferent Diakonie
Kooperation zwischen Jugendhilfe
und
therapeutischen Zentren im
Mutter-Kind Bereich

Dr. med. Rieke Oelkers-Ax, ärztliche Leiterin, Familientherapeutisches Zentrum Neckargemünd

Freitag, 25. Oktober 2019

10:00 Podiumsdiskussion: „Wenn zwei sich streiten…“
Moderation: Antti Soramies, Radio Regenbogen

  • Gisela Malotke, Teamleiterin, Agentur für Arbeit Heidelberg
  • Jürgen May, Leiter Stadtjugendamt, Jugendamt Ludwigshafen
  • Gila Schindler, Rechtsanwältin
  • Prof. Dr. Stefan Kutzner, Professor für Soziologie, Universität Siegen
  • Prof. Dr. Dr. hc. Reinhard Wiesner, Leiter des Referats für Rechtsfragen, Kinder- und Jugendhilfe im BMFSFJ a. D.
11:45 Schlusswort und Resümee
Karl-Heinz Fenselau, Leiter Jugendhilfe SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd, Führung durch das SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd
13:00 Ende der Tagung

Anmeldung

Online-Anmeldung

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Im Rahmen meiner Teilnahme möchte ich die folgenden Angebote wahrnehmen:

13:00 - 14:00

14:15 - 15:15

15:30 - 16:30

Abendveranstaltung
am 24. Oktober
Führung durch das BBWN
am 25. Oktober
Mittagessen
am 24. Oktoberam 25. Oktober

* Pflichtfeld

Anmeldung und Gebühren

Die Tagungsgebühr beträgt 139 EUR/119 EUR ermäßigt (Schüler & Studenten und gegen Vorlage eines Schwerbehindertenausweises). Darin enthalten sind Tagungsunterlagen, Pausengetränke, Mittagessen sowie die Abendveranstaltung.

Die Anmeldung wird mit Einzahlung der Kursgebühr verbindlich. Die Teilnehmerzahl der Fachtagung ist begrenzt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.

Was sie bei der Anmeldung beachten sollten

  • Die Anmeldung muss bis spätestens 18. Oktober 2019 eingegangen sein.
  • Fax-Anmeldung bitte an +49 (0) 6223 89-2130
  • E-Mail-Anmeldung bitte an Berufsbildungswerk.BBWN@srh.de
  • Bitte überweisen Sie die Tagungsgebühr (bei Ermäßigung Nachweis beifügen) unter Angabe des Verwendungszwecks „Jugendhilfe-Fachtagung“ auf unser Konto bei der Evangelischen Bank eG, IBAN: DE 91 5206 0410 0005 0103 57 BIC: GENODEF1EK1

Profile der Referenten

Prof. Dr. Stefan Kutzner

Prof. Dr. Stefan Kutzner

Universitätsprofessor / Sozialwissenschaftler an der Universität Siegen

Nach Abschluss seines Studiums der Soziologie promovierte (1996) und habilitierte (2004) Stefan Kutzner an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt am Main. Neben der Universität Siegen hat Prof. Kutzner Lehraufträge an den Universitäten Zürich, Bern und Fribourg sowie an den Fachhochschulen Sankt Gallen, Bern, Brugg und Solothurn. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der Familien- und Sozialpolitik.

Karl-Heinz Fenselau

Diplom Sozialpädagoge, Sondererzieher und Jugend- und Heimerzieher

Herr Fenselau leitet seit 01.12.2011 den Bereich Jugendhilfe im SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd. Seit über 19 Jahren beschäftigt er sich mit psychisch erkrankten jungen Menschen in der Jugendhilfe.

PD Dr. med. Rieke Oelkers-Ax

Ärztliche Leitung des Familientherapeutischen Zentrums in Neckargemünd / Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie u.- psychotherapie /Systemische Therapeutin (SG)

Sie ist Mitgründerin und Chefärztin des Familientherapeutischen Zentrums (FaTZ) Neckargemünd, einer familienpsychiatrischen Akut-Tagesklinik für Eltern und Kinder. In der Jugendpsychosomatik der Rehabilitationsklinik Hardberg der MEDIAN Klinik Odenwald ist sie als Oberärztin tätig. Sie ist Gastdozentin am Helm Stierlin Institut (hsi) Heidelberg, Supervisorin für Teams in Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe sowie Landesvorsitzende der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung (VIFF) Baden-Württemberg.

Andre Trinks

André Trinks

Geschäftsführer, Ikarus Rhein-Neckar

André Trinks ist Gründer und Geschäftsführer von Ikarus-Rhein-Neckar. Der Bildungs- und Rehabilitationsträger, der 2018 an den Start ging und sich im Kern an Menschen mit psychischen Erkrankungen richtet, erhielt eine der ersten Zulassungen als „Anderer Leistungsanbieter“ und stellt als Neugründung eine Ausnahme in diesem neuen Sektor dar. Zudem bot er als erster anderer Leistungsanbieter neben dem Eingangsverfahren und dem Berufsbildungsbereich auch Leistungen im Arbeitsbereich an.

Gila Schindler

Gila Schindler

Fachanwältin für Sozialrecht

Gila Schindler absolvierte ihr Studium der Sozialarbeit/Sozialpädagogik und im Anschluss das Studium der Rechtswissenschaft. Nun ist sie Selbständige Rechtsanwältin für Sozialrecht in Heidelberg. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Bereich der Eingliederungshilfe und der Kinder- und Jugendhilfe. Sie übt ihre regelmäßige Tätigkeit als Dozentin und Autorin für Rechtsfragen der Eingliederungshilfe, des allgemeinen Sozial- und Verwaltungsrechts sowie der Kinder- und Jugendhilfe aus. Gila Schindler ist Gutachterin für das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF).

Jürgen May

Dipl. Sozialarbeiter, Sozialdirektor a.D.

Jürgen May arbeitete 43 Jahre im Stadtjugendamt Ludwigshafen. Davon war er 38 Jahre als Abteilungsleiter ASD - Schulsozialarbeit - Haus des Jugendrechts - Guter Start ins Kinderleben, eingesetzt. Von 2013 bis 2019 arbeitete Jürgen May als Leiter des Stadtjugendamtes in Ludwigshafen am Rhein.

Agentur für Arbeit

Gisela Malotke: Diplom-Verwaltungswirtin, Teamleiterin

Nach ihrer Tätigkeit als Rehaberaterin ist Frau Malotke seit 2012 Teamleiterin des Teams Rehabilitation und Teilhabe. Ihre Rolle der Rehaberaterin ist sie unter anderem für die Pflege der Netzwerkarbeit zwischen der Agentur und weiteren Rehaträgern nach dem SGB IX bzw. BTHG zuständig.

Gerhard Miroll: Diplom-Verwaltungswirt, Rehaberater

Herr Miroll ist seit 2002 als Rehaberater im Team Rehabilitation und Teilhabe bei der Agentur für Arbeit Heidelberg tätig. Zuvor agierte er bei der Agentur für Arbeit Mannheim ebenfalls in der Funktion des Rehaberaters.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit in der Zusammenarbeit mit der Jugendhilfe liegt in der Betreuung von jungen Menschen mit Handicap während des Übergamgs von der Schule ins Berufsleben. Als Rehaträger für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nutzen und pflegen Herr Miroll und Frau Malotke die Netzwerkarbeit mit allen anderen Rehaträgern nach dem SGB IX bzw. BTHG.

Swetlana Wasemueller

Swetlana Wasemüller

Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen, Fachkoordinatorin ESF- Projekte und Reha-Maßnahmen der Arbeitsintegration, SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd

Seit 2003 arbeitet Swetlana Wasemüller im Berufsbildungswerk Neckargemünd. Sie begann als Mitarbeiterin eines ESF-Projekts in dem Bereich Arbeitsintegration, führte im Auftrag des Landratsamtes das Bundesweite Projekt „Jump Plus“ im RNK durch. Aktuell koordiniert sie mehrere ESF-Projekte und Rehabilitationsmaßnahmen im Bereich der Arbeitsintegration des Berufsbildungswerkes Neckargemünd.

Bettina Heskamp

Bettina Heskamp

Arbeitserzieherin, Mediatorin, Systemische Beraterin, Gruppenleiterin in der Jugendhilfe, SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd

Seit 2002 arbeitet Bettina Heskamp im Berufsbildungswerk Neckargemünd. Sie begann als Erproberin im Bereich Ausbildung, baute dann die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme in unserem Haus mit auf und arbeitet seit 3 Jahren im Bereich Jugendhilfe Klassik als Gruppenleiterin.

Boris Erlewein

Boris Erlewein

Integrationsbegleiter, Arbeitsintegration, esf.jugendperspektive.rnk, SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd

Nach seinem Studium der Wirtschaftspädagogik begann Boris Erlewein 2018 im Berufsbildungswerk Neckargemünd. Dort arbeitete er zunächst in den Projekten ESF Jobscout Schwetzingen und esf.jugendperspektive.rnk. Mit Beginn dieses Jahres ist er Mitarbeiter im Team der esf.jugendperspektive.rnk und betreut dort u.a. Schüler/-innen an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen im Rhein-Neckar-Kreis bei ihrem Übergang von der Schule in die Ausbildung. Darüber hinaus unterstützt er langzeitarbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene dabei, ihren Weg in die Arbeitswelt zu finden.

Sie suchen eine Unterkunft?

Neckargemünd und Heidelberg bieten eine Reihe schöner Hotels, in denen Sie übernachten können. Hier finden Sie eine kleine Auswahl:

ART Hotel Neckar

Hauptstraße 40
69151 Neckargemünd
Tel.: 06223 / 862768
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Hotel Kredell

Hauptstraße 67
69151 Neckargemünd
Tel.: 06223 / 2633
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Hotel Terrassencafé Vierburgeneck

Heiterswiesenweg 11
69239 Neckarsteinach
Tel.: 06229 / 542
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Hotel Neckartal

Im Hofert 28
69118 Heidelberg-Schlierbach
Tel.: 06221/89930
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Holiday Inn Express Heidelberg - City Centre

Kurfürstenanlage 23
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 42840
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NH Heidelberg

Bergheimer Straße 91
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 13270
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Bayerischer Hof Heidelberg

Rohrbacher Straße 2
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 872880
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Hotel Chester Heidelberg

Bonhoefferstraße 10
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 / 9983700
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